Corona und die Psyche – Herausforderungen der COVID-19-Pandemie

Corona und die Psyche – Herausforderungen der COVID-19-Pandemie

Welche sind die großen psychischen Herausforderungen der Covid-19-Pandemie?

Als Erstes ist es Angst – vor der unbekannten Krankheit, aber auch andere anzustecken und schlimmstenfalls vielleicht schuld an deren Tod zu sein. Dann kommt noch die Zukunftsangst als Resultat der Maßnahmen und des Jobverlusts dazu. Als zweite große Herausforderung sehe ich die Haltlosigkeit. Unser Leben hat sich durch Lockdowns, Abstandsregelungen und Ausgangsbeschränkungen dermaßen geändert, dass der normale Alltag nicht mehr gelebt werden kann. Struktur gibt aber Halt und Halt ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Wenn wir diese Struktur verlieren, kann das schwerwiegende psychische Beeinträchtigungen nach sich ziehen.

Der dritte wichtige Punkt ist die Isolation, da man zum Schutz der Menschen auf Distanz gehen musste und auch alte Menschen in Altersheimen allein gelassen werden mussten. Jedoch gibt es auch viele andere Gruppen, die sich isoliert und einsam gefühlt haben in dieser Zeit. Zum Beispiel Kinder und Jugendliche, die extrem viel dazu beigetragen haben, dass diese Pandemie so „reibungslos“ an uns vorüber gegangen ist. Sie haben sich sehr brav gehalten und haben sehr vieles in Kauf genommen, um andere zu schützen. Sie sind aber selber ein bisschen unter die Räder gekommen. Ihnen habe ihre „Peergroups“ (Gruppe Gleichaltriger, die befreundet sind) gefehlt, sie hatten keinen Austausch und damit konnte sich das Gefühl „wir schaffen das gemeinsam“ nicht gut entwickeln.

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